Breese an der Göhrde

Breese an der Göhrde liegt abseits von Durchgangsstraßen ca. 1,5 km von Zernien entfernt. Breese an der Göhrde war bis 1972 selbständige Gemeinde und gehört heute zur Gemeinde Zernien.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1330 im Lüneburger Lehnsregister unter dem Namen "Brese", was übersetzt so viel wie "Birke" bedeutet. Durch den Namenszusatz "an der Göhrde" unterscheidet sich der Ort von Breese im Bruche, Breese in der Marsch sowie Breese am Seißelberge. Seinen Namenszusatz erhielt Breese bereits im Jahr 1564. Das blieb so bis zur französischen Besetzung unserer Heimat durch napoleonische Truppen. In diesem Zeitraum führte Breese den Namenszusatz "auf der Heide". Das wurde der damaligen Landschaft durchaus gerechter. Die Aufforstung von Heideflächen kam erst Mitte des 19. Jahrhunderts in größerem Rahmen auf. Noch in den 1930 Jahren prägten große weite Heideflächen unseren Landstrich. Große geschlossene Waldflächen gab es selten - bis auf die Göhrde, die eher einer baumbestandenen Savanne glich, denn die Waldnutzung war in damaliger Zeit sehr intensiv.

Im dreißigjährigen Krieg brannte Breese an der Göhrde ab. Viele Hofstellen wurden verlassen und fielen wüst, so dass heute die drei verbliebenen Höfe an einem Wegeknoten den Ortskern bilden. Es ist wenig alte Bausubstanz vorhanden.

Massive Ersatzbauten aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts ersetzten die alte Bausubstanz.

Die meisten Gebäude sind massive Ersatzbauten aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Abseits des Dorfes sind einzelne Neubauten entstanden, die augenscheinlich eher zu Riebrau gehören mögen, da sie direkt an die Riebrauer Bebauung anschließen. Bemerkenswert ist der alte Baumbestand, der hauptsächlich aus Eichen gebildet wird.

Die Breeser Höfe liegen eingegrünt unter prächtigen Eichen.

 

Das kräftige Blau der Kornblumen lockt viele Insekten an.

Nach der Dannenberger Schulordnung von 1687 gehörte Breese an der Göhrde zum Schulverband Gülden. So waren die Schulwege recht lang um dorthin zu gelangen. Die Trennung vom Güldener Schulverband und die Gründung einer eigenen Schule in Breese an der Göhrde erfolgte im Jahre 1896. Bis zum Jahr 1962 wurde hier Unterricht gehalten. Dann wechselte der Schulbetrieb in die neu geschaffene Mittelpunktschule nach Zernien.

Schön gelegen ist der Breeser Dorfteich, der mit seiner Wasserfläche vielen Tieren und Pflanzen ein zu Hause gibt.


Libellen bevorzugen sonnige krautreiche Gewässer.