Prepow

Prepow liegt 5 km südlich von Zernien direkt an der Kreisstraße 21 und war bis 1972 selbstständige Gemeinde und gehört seitdem zur Gemeinde Zernien.

Die erste urkundliche Erwähnung Prepows läßt sich auf den 30 Mai des Jahres 1417 datieren. So heißt es in den Wendländischen Regesten (Urkunden): „Hans, Ghos und Albrecht von Hitzacker verkaufen Gerd und Gerd von Wustrow ihren Hof in Prepow.“ (NdsHStA, CO 9 XI 22 5, WR, Nr.107). Der Namensursprung Prepows kommt aus dem slawischen und bedeutet übersetzt soviel wie „Ort an dem es Wachteln gibt“.

Prepow liegt auf 95 m über NN in der Hohen Geest. Die Ortslage lehnt sich nördlich an einen wenig herrausragenden bewaldeten Rücken an. Der Ort liegt ungefähr in der Mitte der Gemarkung, die im Westen auch die Kreisgrenze zum Landkreis Uelzen bildet. Im Osten steigt die Gemarkung bis auf ca. 140 m NN die Drawehnhöhen hinauf und grenzt an den ehemaligen Forst Pampow.

An der östlichen Gemarkungsgrenze Prepows steht der 108 m hohe Fernmeldeturm, der zur Zeit der Deutschen Teilung eine der wichtigen Richtfunkstrecken zwischen der Bundesrepublik und Berlin bildete.

Die ehemals drei, später zwei Höfe liegen heute an der Straße und haben überwiegend moderne Wirtschaftsgebäude und so gut wie keine traditionelle Bausubstanz. Die aus der jüngeren Nachsiedlungswelle hervorgegangenen fünf Abbauerstellen waren bis vor kurzem noch zum Teil Haupterwerbsbetriebe. Ein geschlossenes Ortsbild ist nicht vorhanden.


Tabakanbau gilt als Sonderkultur. Rund um Prepow wird diese alte Kulturpflanze angebaut. Bodenverhältnisse und Klima sind dazu bestens geeignet.

Südöstlich der Ortslage steht der Korpus einer alten Turmholländer-Windmühle. Die 1896 errichtete und 1945 stillgelegte Windmühle steht unter Denkmalschutz und wurde zu Wohnzwecken umgebaut. Die Windmühle diente auch schon als Kulisse in dem Fernsehfilm „ Der kleine Dachschaden“ mit Gaby Dohm und Uwe Friedrichsen.


Der Prepower Turmholländer im Winter.