Reddien

Reddien liegt 2 km westlich von Zernien entfernt. Bis zum Jahre 1972 war Reddien selbstständige Gemeinde und gehörte zusammen mit Glieneitz zum Landkreis Uelzen. Im Zuge der Gemeindegebietsreformen in Niedersachsen wechselten beide Dörfer zum Landkreis Lüchow-Dannenberg und gehören seit dieser Zeit zur Gemeinde Zernien.

Reddien wurde erstmalig 1330/52 im Lüneburger Lehnsregister als „Reddinghe“ bzw. als „Redeve“ genannt. Der Name ist slawischer Herkunft und bedeutet „Ort des Rada“ Vielleicht ist der Name von der ersten Familie die hier siedelte abgeleitet. Eine andere Deutung spricht sich für „nähren und speisen“ eine andere wiederum für „Ort des Reden“ aus. Welche Namensdeutung am Ende die Richtige ist, kann hier nicht abschließend geklärt werden. Im Schatz- und Zinsverzeichnis für das Fürstentum Lüneburg sind im Jahre 1450 unter dem Namen „Reddyn“ 3 Hakenhufen genannt worden, später nur noch zwei. Schon früh scheint eine Hofstelle aufgegeben worden zu sein, sie wurde von den verbleibenden Vollhöfnern mitbewirtschaftet. Bis in die Neuzeit sind diese beiden Hofstellen erhalten geblieben. Allerdings wurde ein landwirtschaftlicher Betrieb rund 200 Meter weiter nördlich der alten Hofstelle aufgebaut und den moderneren Wirtschaftsformen angepaßt. Die ursprüngliche Hofstelle wurde zu einem Wochenenddomizil umgebaut.

Eine zu Wohnzwecken umgebaute Scheune in Reddien

Reddiener Ortsansichten

In Reddien ist relativ wenig alte Bausubstanz erhalten, die Gebäude wurden den moderneren Wirtschaftsverhältnissen des 20.Jahrhunderts angepasst. Auch heute noch ist der Ort stark landwirtschaftlich geprägt.