Redemoißel

Redemoißel ist eines der kleineren Dörfer innerhalb der Gemeinde Zernien, dennoch aber eines der ältesten. Bereits 1295 wurde Redemoißel erstmals urkundlich als "Redemuzle" erwähnt.

Ortseingang von Redemoißel

Redemoißel liegt abseits von Durchgangsstraßen, ca. 6,5 km von Zernien entfernt. Dem Besucher fallen die gepflegte Ortslage mit dem gut erhaltenen Gebäudebestand und die von idyllischen Feldsteinmauern gesäumten Grundstücke ins Auge.

Feldsteinmauern umrahmen die Grundstücke in Redemoißel

Das Dorf mit den locker angeordneten Höfen ist nur geringfügig erweitert worden. Es bietet, trotz einiger Umbauten, ein fast unverändertes Bild eines ehemaligen Heidedorfes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Hohen Geest.

Es gibt viel zu entdecken: Alte Ortstafel der bis 1972 selbständigen Gemeinde

Das Dorf ist als Gruppe baulicher Anlagen denkmalgeschützt. Die Gebäude wurden zum Teil nach dem Brand von 1844 neu errichtet. Eine der damals errichteten Hofanlagen mit dem dazugehörigen Hallenhaus steht ebenfalls unter Denkmalschutz, desgleichen ein reetgedeckter Schafstall.


Der reetgedeckte Schafstall, im Vordergrund ein alter Wegweiser

Der Ort bietet viele reizvolle Motive, die es zu entdecken gilt. Redemoißel eignet sich aber auch als Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen rund um den Hohen Mechtin. Der Hohen Mechtin ist mit 142,5 m ü.N.N. die höchste Erhebung in Nordost-niedersachsen. Die abwechslungsreiche Landschaft ist ein Überbleibsel aus der Eiszeit. Mit ihren milden Hügeln und Tälern, die diesen Endmoränenzug des Oberen Drawehn formen, bietet sich eine besondere Landschaftsform. Der Naturliebhaber wird durch diese Einzigartigkeit der Landschaft mit ihren Besonderheiten an Pflanzen und Tieren schnell gefangen genommen.


Der Herbst bietet ein wahres Farbspektakel

Das Ziel der Wanderung auf dem Hohen Mechtin ist der Aussichtsturm, der 2015 neu aufgestellt wird. Er bietet einen weiten Blick über den Drawehn und das Wendland hinein in die Altmark und in das Uelzener Becken.


Blick vom Aussichtsturm auf dem Hohen Mechtin