Fließau

Fließau liegt etwa 6 km südöstlich von Zernien, abseits von Durchgangsstraßen. Bis 1928 war Fließau selbstständige Einzelgemeinde. Fließau wurde danach mit Bellahn, Keddien, Spranz und den Forstbezirk Sudland zusammengelegt. Seit 1972 gehört Fließau zur Gemeinde Zernien.

Wunderschön eingebettet in reizvoller Landschaft liegt Fließau
Die Fließauer Grundschule. Hier wurde von 1952 bis 1971 unterrichtet. Heute wird das Gebäude privat genutzt.

Entstehung des Namens

Bereits im Jahr 1450 wurde Fließau unter dem Namen „Flizauw“ erstmals urkundlich im Lüneburger Schatzregister mit zwei Hakenhufen erwähnt. Der Ortsname ist slawischer Herkunft und bedeutet so viel wie „Ort bei einer Kahlen Stelle“. Noch 1564 bestand Fließau aus 2 Höfnern. Um 1700 sind dort 4 Viertelhöfner genannt, dies veränderte sich bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts auch nicht. Die Ortsbeschreibung aus diesem Jahrhundert spricht von 4 Höfen auf großen, von Feldsteinmauern eingefaßten Hofplätzen beiderseits der Straße. Das Wegekreuz, bis dahin am Südende der Dorfstraße gelegen, wurde gegen Ende des 19.Jahrhunderts zur Dorfmitte, nachdem eine Nachsiedelung von 8 Anbauerstellen und Hofverlegungen an die neue, vom Wegekreuz nach Westen führende Dorfstraße erfolgt waren. Das Dorf erhielt durch ein nach Süden angeschlossenes Ferienhausgebiet neue Züge.

Fließau hatte seit dem 1.4.1950 einen Schulverband mit der Gemeinde Pudripp und Redemoißel. Der Unterricht fand bis 1971 hier statt. Danach erfolgte der Zusammenschluß mit dem Schulverband Zernien.

In der Brennereigenossenschaft werden landwirtschaftliche Erzeugnisse veredelt. Aus Kartoffeln wird Alkohol gewonnen.

Ursprung des Ortsnamens

Zernien wurde erstmals 1360 im Lüneburger Lehnsregister unter dem Namen „Schernyn“ genannt. Der Ortsname stammt aus dem slawischen und bedeutet so viel wie: „Besitzdorf des Cerna“. Einer anderen Deutung nach soll es sich aus dem slawischen Namen für „schwarz“ herleiten. Vielleicht trifft ja beides zu und es war ein slawischer Siedler mit schwarzen Haaren, der Zernien einst gründete?

Ortspartie in Fließau

Aus kleinsten Anfängen, ursprünglich 2, später dann 3 Höfen, wobei einer wieder wüst fiel, entwickelte sich Zernien in mehreren kleinen Schüben. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Uelzen-Dannenberg im Jahr 1924 änderte sich dies, da ca. 500 Meter nördlich der drei Höfe ein Bahnhof errichtet wurde. Dies bescherte Zernien einen kräftigen Wachstumsimpuls. In Bahnhofsnähe entstanden eine Getreide- und Düngemittelhandlung, eine Gastwirtschaft, eine Schmiede und eine Sägemühle.

Die abwechslungsreiche Landschaft, hier am Weg nach Redemoißel, will entdeckt werden und gewährt dem Gast dafür Einblicke mit Weitsicht.

Wetter in Fließau

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